Deutsches Rotes Kreuz

Ortsverein Verl e.V.

Eingetragen von Online-Redaktion am 21.07.2015

Ehrenamtliche waren schon immer gefragt, zuletzt sogar ein bisschen mehr. Vor allem diejenigen, die demnächst in Rente gehen oder gerade aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind, sind gefragt. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) suchte Mitstreiter für die Aktion Awo-Wichtel. Sie helfen Senioren, Kleinigkeiten zu reparieren. Nun zieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Verl nach und schafft einen sogenannten Ehrenamtspool.

„Alle reden vom Ehrenamt. Man muss aber feststellen: Wir benötigen mehr Personen, die sich engagieren“, sagt Frank Dreismickenbecker, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins in Verl. Und Torsten Fischer, Fachberater der offenen Ehrenamts- und Seniorenarbeit im Kreisverband des DRK, ergänzt: „Wo Bedarf da ist, gibt es oft nicht genug Ehrenamtliche. Es ist dann für die, die sich engagieren, frustrierend, weil es keine zusätzliche Hilfe gibt.“

Mit einen Ehrenamtspool wollen (v.l.) Frank Dreismickenbecker, Torsten Fischer und Irene Biermann vom DRK in Verl Interessenten an einen Tisch bringen. Bild: Ackfeld

Die Lösung soll der Ehrenamtspool sein. Das DRK hat ein Faltblatt aufgelegt. Darin wird über das Projekt informiert. Torsten Fischer will zusätzlich den Kontakt zu den Verler Firmen aufnehmen. Mitarbeiter, die kurz vor der Rente stehen, sollen auf die Angebote aufmerksam gemacht werden. „Jedes Talent wird gebraucht. Es wird keiner in ein Korsett gezwängt“, betonte Frank Dreismickenbecker.

Das bedeutet: Nicht zwangsläufig werden Helfer für bestehende Projekte gesucht. Finden sich über die Datenbank mehrere Interessenten, die in einem bestimmten Bereich ehrenamtlich arbeiten wollen, sind auch neue Angebote denkbar. Die Last soll auf mehrere Schultern verteilt werden. Das DRK hat einen Fragebogen entwickelt, um Interessen abzufragen. Die Bereiche Kinder und Jugendliche sowie Kindertagesstätten, Senioren, betreutes Wohnen, Flüchtlinge und Migranten sowie Begegnungsstätten gehören dazu.

Irene Biermann, die die Gruppe DRK 60 plus leitet, nennt ein praktisches Beispiel, wo Ehrenamtliche fehlen: Früher habe es montags immer einen Ausflug gegeben. Oder man habe sich einen Referenten ins Haus geholt. Das sei eingeschlafen, weil die Helfer fehlten. Die Nachfrage aus der 60 plus-Gruppe sei da. Es müssten sich nur Ehrenamtliche finden, die sich engagieren.
Das Flugblatt wird demnächst an zahlreichen Stellen in Verl ausgelegt. Weitere Informationen gibt es im DRK-Heim an der Bahnhofstraße. Die Geschäftsstelle ist dienstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet und unter   05246/5621 zu erreichen.