Deutsches Rotes Kreuz

Ortsverein Verl e.V.

Eingetragen von Online-Redaktion am 30.11.2015
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Kreisrotkreuzbeauftragter Jürgen Strathaus

Das Hauptgeschäft ist die Flüchtlingshilfe“, sagt Rotkreuzbeauftragter Jürgen Strathaus. Sie bildet auch den Kern der Ordentlichen Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im „Deutschen Haus“ zu Verl. 400 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Bereich der sogenannten nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr, zehn Angestellte der Kreisgeschäftsstelle, 255 befristet Beschäftigte in Voll- und Teilzeit, 381 freiwillige ungebundene Helfer des DRK-Team Westfalen, Kleiderkammern in Gütersloh, Halle, Harsewinkel und Versmold, 16 DRK-Kindertagesstätten sowie die DRK-Soziale Dienste gGmbH mit medizinischem Fahrdienst und Pflegedienst umfassen das komplexe Hilfsleistungssystem. Zu den zwei vorübergehenden Unterbringungen in Friedrichsdorf und Spexard mit jeweils 300 Plätzen für asylsuchende Gäste werde am 31. November eine kommunale Einrichtung mit 170 Plätze im Gütersloher Schulzentrum Nord hinzu kommen, kündigte der Rotkreuzbeauftragte an. In Rheda-Wiedenbrück werden 320 und in Versmold 180 Betten vorgehalten. Präsident Heinz-Hermann Vollmer sprach angesichts des Flüchtlingszustroms von einer noch größeren Herausforderung als bei der Deutschen Wiedervereinigung 1989/90; denn damals hätten zumindest alle deutsch gesprochen. Heute laute die Aufgabe Integration. Vollmer: „Das bedeutet: Wir müssen erst einmal Beziehungen herstellen zur heimischen Bevölkerung.“ Stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp (CDU) zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des DRK. Es habe sich bereits 2014 um Flüchtlinge gekümmert, als die Menge noch gar nicht da gewesen sei. Dr. Disselkamp verwies darauf, dass die andere Arbeit weitergehen müsse wie Familienzusammenführung, Blutspendedienst, Seniorenabreit oder Kindertagesstätten. Die stellvertretende Landrätin: „Das Rote Kreuz ist professioneller und verlässlicher Partner in allen Lebenslagen.“ Franz Dreismickenbecker, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Verl mit 800 fördernden Mitgliedern (Tendenz steigend) sprach ein Grußwort. Bürgermeister Michael Esken (CDU) grüßte schriftlich, weil er gleichzeitig eine Ratssitzung leiten musste. Vollmer unterstrich: „Das Rote Kreuz nimmt in Verl eine wichtige gesellschaftliche Stellung ein.“ (Text/Foto: Johannes Bitter)